Bargeldentsorgung anders gedacht

Die enorme Erhöhung der Gebühren für Bargeldabhebungen ist aus aktuellen Debatten kaum mehr wegzudenken. Auch die stetige Reduzierung der Öffnungszeiten von Banken und ihren Filialen erschweren Privatpersonen das Beschaffen von Bargeld. Eine mögliche Gegenbewegung zu dieser Entwicklung präsentiert Christoph Budelmann in seiner aktuellen Kolumne: Die Ausstattung neuer Verkaufsautomaten mit einer Geldausgabe-Funktionalität.

Er greift damit den Grundgedanken der vorangegangenen Kolumne auf: Der eine hat zu viel Bargeld hat und muss für die Entsorgung zahlen, während der andere keines hat, aber welches benötigt. Die Bargeldbeschaffung wäre so weniger zeitaufwendig und nicht an steigende Bankgebühren gebunden. So kommt das Bargeld dort zu den Menschen, wo es auch tatsächlich gebraucht wird.

Technisch gesehen spricht nichts gegen diese Anpassung von Verkaufsautomaten. Besonders interessant ist dieses Szenario für Anwendungen mit relativ hohen Bargeldbeständen. So fallen einem sofort Fahrkartenautomaten ein, die sowohl über interessante Standorte, als auch die entsprechend notwendige Technik verfügen, um eine solche Anpassung schnell und unproblematisch durchführen zu können. Wer würde sich nicht wünschen, schnell, unkompliziert und kostengünstig an Bargeld zu gelangen?

Die Kolumne wurde in der Vending Management 04/2016 veröffentlicht